Die Geschichte
Der Begriff Freimaurer leitet sich ab aus einem Begriff aus dem 15. Jahrhundert für die Steinbildhauer und Baumeister, die sich in sogenannten Bauhütten organisiert hatten. Sie nannte man seinerzeit freestone masons. Im 18. Jahrhundert wurde daraus die Bezeichnung Freemason. Die deutsche Übersetzung ist eine Lehnübersetzung aus dieser Zeit und wurde mit Freimaurer bezeichnet. Die Insignien dieser alten Berufsgruppe, die Maurerkelle, das Winkelmaß und der Zirkel sind heute noch Sinnbild und gehören zum Inventar.
Der Grundgedanke des ersten Zusammenschlusses war ein sehr edler: Durch die stete Arbeit an sich selbst legt der Mensch ein menschlicheres Verhalten an den Tag. Die Ideale sind daher konsequenterweise die Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und die Humanität. Innerhalb dieses Selbstverständnisses gibt es keinerlei Unterschiede in der sozialen Schicht, dem Grad der Bildung oder der Glaubensausrichtung. Im Jahr 1723 wurde die erste Loge gegründet, für die bereits seinerzeit Öffentlichkeitsarbeit betrieben wurde. Eines der Ideale ist jedoch, keine Mitglieder anzuwerben, da es den Freimaurern wichtig ist, dass die Menschen aus freien Stücken und aufgrund der eigenen Entscheidung beitreten möchten. Auch heute noch sind die Mitglieder aufgeteilt in Lehrling, Geselle und Meister. Alle Mitglieder verpflichten sich zur Verschwiegenheit und zum Datenschutz. Dies hat jedoch nichts mit Geheimniskrämerei zu tun, sondern dient der Privatsphäre. Sämtliche Statuten und Rituale können in Stadtbibliotheken oder deren Archiven nachgelesen werden. Denn für die Leute, die sich erstmalig im Zeitalter der Aufklärung gebildet haben, sind nicht Geheimnisse wichtig, sondern die Arbeit an sich selbst im Hinblick auf ein menschlicheres Zusammenleben aller Menschen.