Wie lebt und verhält sich die Gruppe heute?

Auch heute noch ziehen die edlen Ziele der Freimaurer Menschen an. Denn die Zielsetzung ist, entgegen aller Verschwörungstheorien, eine sehr erstrebenswerte. Sie haben sich auf die Fahnen geschrieben, Werte wie Toleranz, Brüderlichkeit, Freiheit, Gleichheit und Humanität zu bewahren. Tugenden, die gerade in unserer heutigen, sehr schnelllebigen Zeit gerne einmal in Vergessenheit geraten. Somit erfreuen sich die Logen auch und gerade in der modernen Zeit großer Beliebtheit. Die Leute legen keinen Wert darauf, Mitglieder zu rekrutieren, da sich dieses Verhalten nicht mit ihren Idealen deckt. Denn der Wunsch, in eine Loge aufgenommen zu werden, soll aus eigenen Stücken erfolgen. Wenn man dazu gehören möchte, so muss man sich an die entsprechende Loge wenden und um Aufnahme bitten. Daher sind die Wege eher die über befreundete Mitglieder.

Bei Interesse kann man sich aber ebenso gut auch auf den offiziellen Veranstaltungen der Logen über eine Aufnahme informieren. Grundvoraussetzung für die Aufnahme ist allerdings ein hervorragender Leumund und natürlich die Volljährigkeit. Eine Altersbegrenzung nach oben gibt es in der Regel nicht. Denn darüber kann jede Loge autonom entscheiden. Trägt man nun den Wunsch an die richtigen Personen heran, so wird zunächst erwartet, dass man mindestens ein halbes Jahr lang an den Gästeabenden teilnimmt, um herauszufinden, ob man der Loge wirklich beitreten möchte. Hat man sich dazu entschieden, so beraten die Freimaurer über die Aufnahme. Der Aufnahmewillige benötigt einen Bürgen, der positiv bescheidet. Schließlich wird in einer geheimen Abstimmung darüber entschieden, ob man aufgenommen wird oder nicht. Wird auch hierüber positiv entschieden, so gelangt man zunächst in den Rang des Lehrlings. Als Lehrling versteht man jene Personen, die auf der Stufe der Selbsterkenntnis stehen. Nach Ansicht der Älteren sind diese Menschen noch unvollkommen und sollen sich darüber bewusst werden. Die Lehrlinge bedürfen nach dem Weltbild der Gruppe die Hilfe Anderer. Denn sie sollen sich über die Inhalte der Begriffe Brüderlichkeit und Menschlichkeit bewusst werden. Meist nach einem Jahr steigt man dann in den Grad des Gesellen auf. Später wird man Meister, die höchste Stufe im Freimaurertum.